Freitag, 24. Februar 2017

Fasching!

Vor zwei Jahren schon hatte ich für die Süßmaus ein Indianerkostüm gekauft und mich gefreut, dass es für sie etwas anderes als Prinzessin und rosa sein durfte.

Nachdem sie im letzten Jahr Fee war, ist ihr in diesem Jahr allerdings aufgefallen, dass das woooooohl ein Jungs-Kostüm sein muss, mit einer weiten Hose und einem kurzen Oberteil. SO kann man ja wohl unmöglich zum Fasching gehen, mit sieben Jahren, als MÄDCHEN!
Ach ja, und die seltsamen Aufdrucke auf den Hosenbeinen, die sind ja wohl auch voll daneben.

Also habe ich mich der Aufgabe gestellt aus dem Jungs-Kostüm eins für Mädchen zu machen.
Leider habe ich wie üblich das Vorher-Foto vergessen, immerhin, vom Nachher gibt es Bilder.


Aus der Hose einfach einen Rock machen ging leider nicht, wegen der Aufdrucke auf den Hosenbeinen. Also musste ich fies stückeln und jeden Schnipsel ohne Aufdruck zusammen nähen, um damit das auf Taillenhöhe auseinandergeschnittene Oberteil zu verlängern. Über die Frontnähte noch längs eine Borte genäht, die vom Hosenbein übrig war, damit man die Naht nicht so sieht, aus der anderen Borte ist der Haarschmuck entstanden.


Die Fransen der Hose habe ich retten können und sie an die Seite der Tunika genäht und die Taille mit einem Gummizug betont - den konnte man leider wegen der Fransen nicht einfach ringsum festnähen, sondern musste stückeln.

Dazu noch eine türkisfarbene Leggings - auch wenn die eher nicht authentisch indianisch sein dürfte - und die kleine Squaw ist heute Morgen stolz und glücklich zur Schul-Faschingsfeier losgezogen.





Montag, 20. Februar 2017

Für Valentin

Baby Valentin, für den ich *hier* schonmal Babyschühchen gestrickt hatte, hat getan, was alle kleinen Babys immer tun, egal, ob man davon begeistert ist oder nicht - er ist gewachsen und seine Mama hat bei mir angefragt, ob ich die Babyschühchen vielleicht nochmal ein Eckchen größer für ihn stricken könnte.


Also haben wir den Zwerg während einer duldsamen Minute am Fuße vermessen und obwohl die neuen Schuhe noch ein bissel zu weit und so lang sein dürften, passen sie bestimmt schon über den Stramelanzugfüßen und in zwei-drei Monaten dann auch so.

An Wolle war ausdrücklich wieder "die knallbunte" gewünscht und ich habe mich gefreut, dass jemand meinen Faible für sie teilt. 


Und weil ich gerade so verzuckert war von Klamöttchen in Mini-Größe und weil Baby-Valentin ein wirklich niedliches Baby ist, hat es mich irgendwie gepackt und ich habe ihm noch eine *Frida* genäht - das E-Book habe ich schon ewig, und wollte damals für die Süßmaus eine Frida nähen, aber da war sie komplett auf dem Kleidchen-Trip und hat alle Hosen mit dem Popo nicht angeschaut, hihi. So laaaaangsam ändert sich das gerade wieder. 

 
Tja, und dann war's mit dem Niedlichkeites-Hormonschub immer noch nicht genug und ich musste noch einen *Trotzkopf* folgen lassen.

Bis ich "Princess Castle" in der Ottobre gefunden hatte, habe ich es hundert mal bedauert, dass es den Trotzkopf nur bis Größe 110 gibt, die Süßmaus damals aber schon 116 hatte, als ich ihr unbedingt ein Fake-Wickelkleid nähen wollte.
Naja, jetzt kann ich mich ja austoben. Bis Valentin 110 hat, vergeht wohl noch ein Weilchen, auch wenn er wohl eher keine Kleider haben möchte, sondern lieber Shirts.
 

Die Stoffe sind übrigens Überreste von *hier* und *hier*, vom Denim gibt es noch ein bissel, aber der Jersey ist bis auf den letzten Rest aufgebraucht - das macht zufrieden!

Donnerstag, 16. Februar 2017

"Das blaue Entlein" oder "Kirchenfenster"

Sockenpaar Nummer 28 für meine Sockenschublade, die ich Dank der Anregung von *Angelika* von allen anderen außer den selbstgestrickten Socken befreit habe - jetzt passen schätzungsweise noch 30 Paar Socken rein, bevor ich mir Gedanken um einen größere Schublade machen muss - das sollte noch zwei oder drei Jahre reichen, hihi.


Ich habe die *Ugly-Duckling*-Socken gestrickt, weil ich von der Idee fasziniert war, zweifarbiges Gestrick zu bekommen, ohne wirklich mehrfarbig, also mit einem Faden über dem linken und einem über dem rechten Zeigefinger gleichzeitig, stricken zu müssen.


Mit ein bissel Recherche konnte ich noch mehr Muster in Mosaik-Technik finden und habe mir zwei weitere Sockenpaare auf meine Liste geschrieben. Ich finde den entstehenden Effekt wirklich sehr faszinierend.


Ich war ja zuerst skeptisch, ob mit diesem Muster "kunterbunte" Garne, die ich ohnehin schon gerne mag, wirklich NOCH toller zur Geltung kommen, aber wenn man sich mal die "pure" Spitze anschaut (die ich nur deshalb bunt gestrickt habe, weil mir dunkelblau nicht mehr gereicht hätte, es sind drei Gramm übrig geblieben), dann bekommt man eine Ahnung davon, dass sie Recht hat - uni lässt bunt erst richtig leuchten, das ist ein Grundsatz, den ich zukünftig versuchen werde zu beherzigen.


Mein Mann meinte dann irgendwann, dass ihn meine Socken an die Kirchenfenster in der Katharinenkirche zu Oppenheim erinnern, die wir ab und an besuchen und so haben die "Blauen Entlein"-Socken noch den Beinamen "Kirchenfenstersocken" bekommen.


(Das Foto wurde von Trip-Advisor zur Verfügung gestellt, der Mann und ich haben leider noch nie daran gedacht, Bilder zu machen, wenn wir dort sind...)


Sooo, ab zu *RUMS* damit und dann schnell weiter im Text!

Dienstag, 14. Februar 2017

Nadelspiel-Rolle II

Weil die liebe Heidrun vom *Buntfaden* so wunderbare Wolle färbt und mir ab und an auch mal ein Knäuelchen "einfach so" in die Bestellung legt, habe ich für sie auch mal eine Nadelspielrolle genäht - bin ich vielleicht froh, dass ich mich auf diesem Weg mal revanchieren kann.


Die Anleitung ist wieder von *Birga*, allerdings habe ich ja beim letzten Mal schon einmal rundum abgesteppt und festgestellt, dass es dann von der Höhe her ein bissel knapp wird mit den 20cm-Nadeln. Dieses Mal also wieder rundum abgesteppt, aber einen  Zentimeter größer zugeschnitten - ich Fuchs, ich, hihi.

Auch habe ich die Nadelfächer durchgängig 2,5cm groß genäht, das sieht ordentlicher aus, finde ich. Und alle meine vielen Nadeln, auch die in den größeren Stärken, habe ich ja trotzdem unter bekommen, dann wird das hoffentlich auch Heidrun gelingen.


Und nächstes Mal schaffe ich es dann auch, dass die Klappe, die die Nadeln am Herausfallen hindert, ordentlich im Muster zugeschnitten ist.


So sieht die Rolle dann von außen aus und ich freue mich, dass sie damit genau zu dem *Wolldascherl* passt, dass ich vor einer ganzen Zeit schon mal der Frau Buntfaden geschickt hatte. Ich habe mich sehr gefreut, dass die beiden Hauptstoffe von damals immer noch in meinem Vorrat vorhanden waren - ist ja auch nicht immer selbstverständlich, dass das passt.

Freitag, 10. Februar 2017

Mützen sind immer so unspektakulär...

...so dass man ruhig auch mal zwei in einem Beitrag zusammenfassen kann.


Die erste ist ein Weihnachtsgeschenk gewesen, ich weiß, bissel spät, aber besser als nie. Passend zu *diesem Tuch hier*, das ich zwar eigentlich behalten wollte, es dann aber doch verschenkt habe, weil es mir zu klein war. Die Empfängerin mag bunt genauso gern wie ich und speziell von dieser Wolle habe ich immer ein-zwei Knäuel auf Vorrat da.

Es ist übrigens die erste *Langfield* geworden, die tatsächlich passt.


Die zweite Mütze ist passend zur neuen Jacke meines Mannes entstanden, die Hauptfarbe kommt wirklich haargenau auf die Hauptfarbe der Jacke hin und - oh großes Wunder - ich hatte das Knäuel (doppelt gehaltene) Sockenwolle sogar in meiner großen Kiste vorrätig.

Das grün ist einen Tick zu hell, ich war da in meiner Erinnerung getrübt, ich hätte nie gedacht, dass mein Mann Kontrastfarbenstreifen in leuchtendem grasgrün kauft, aber er hat es tatsächlich getan. Trotzdem, das passt schon so im Großen und Ganzen.

Ich habe wieder eine *Jaques Cousteau Mütze* gestrickt, allerdings haben mich dieses Mal irgendwie die Abnahmen geärgert, sie sahen furchtbar unordentlich aus, so dass ich mich für eine rechts zusammengestrickte Abnahmelinie entschieden habe, nachdem mir nach zweimal ribbeln doch langsam der Geduldsfaden geplatzt ist. Nicht mehr so spektakulär, dafür ordentlich...


Die Süßmaus als Mützenmodel - der Mann hat sich aus unerfindlichen Gründen geziert, hihi.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Männersache(n)

Im Hause AnSchoPie ist es ja eher selten, dass Dinge für den Hausherrn entstehen, wenn man mal von gelegentlichen *Mützen* und *Hüllen* absieht.

Umso erstaunter und erfreuter war ich, dass es in einem Forum, in dem ich aktiv bin, einen Mann gibt, der selbstgestrickte Socken nicht nur anzieht, sondern geradezu liebt und für etwas besonders hält. 


Klar, dass ich ihm nicht nur dieses Paar Socken - eine *Dehnungsfuge* aus dem *Buntfaden "Eismeer"* - stricken musste, sondern ihm im Geiste auch schon eine weitergehende Versorgung angeboten habe, wenn meine Sockenschublade in ca. 10 Paaren rappelvoll sein wird und ich dann ja trotzdem an irgendwen meine Socken loswerden muss.


Beim nächsten Mal hätte ich dann auch nicht mehr solches Herzklopfen, ob die Wolle wirklich bis Größe 44 reicht, obwohl auf den ganzen Knäulen ja sogar immer draufsteht, dass man damit ein Paar bis Größe 45 stricken kann - jedenfalls habe ich sogar noch 8 Gramm übrig behalten.


Und weil es eine vor einer Weile in diesem Forum eine Diskussion darüber gab, ob Zirbenspäne oder Lavendelblüten schlaffördernd wirken, habe ich noch schnell einen meiner - sehr schlichten, weil ja für einen Mann - Leseknochen genäht und ihn neben Füllwatte mit einer Menge Holz und Blüten gestopft. Dann kann er sozusagen am eigenen Leib testen, ob es taugt oder nicht.


Ich hoffe, das Design gefällt und das Patch ist das richtige - ich kenne zwar theoretisch die einzig in Frage kommende Marke des Herren, aber wenn man sich so informiert, ist man doch überrascht, wieviele verschiedene Logos es da gibt.

Dienstag, 7. Februar 2017

Flauschis Quilt

Schon im vergangenen Frühsommer, in den Pfingstferien, haben wir das Zimmer der großen Tochter renoviert (mir fällt auf, es gibt davon bislang gar keine Fotos, obwohl ich auch jede Menge Kissen und die Vorhänge neu genäht habe), es ist jetzt nicht mehr flieder-lila, sondern mitteltürkis.


Auch wenn ich am Anfang ein bissel skeptisch war, weil sie wirklich alle Wände so haben wollte, muss ich im Nachhinein sagen, dass es mir gut gefällt - nicht, dass ich darin wohnen wollte - aber es erschlägt einen nicht, wenn man durch die Türe kommt und passt zu Flauschi.


Die Accessoires sind entweder blaugrün in allen Schattierungen oder schwarz-weiß-grau und so sollte auch der Quilt werden, den sie natürlich auch, wie ihre kleine Schwester haben wollte, um das Bett in eine Couch verwandeln zu können (natürlich war von Anfang an klar, dass das eher selten stattfinden würde, aber natürlich sollte sie trotzdem den Quilt haben - Familientradition und Ehrensache!)


Wir haben also gemeinsam Musterstoffe ausgesucht dazu noch Unis in schwa-wei-grau. Das Muster war schnell festgelegt, es sollten nicht einfach "langweilige Quadrate" aneinandergereiht sein aber für die Half-Square-Triangles konnte sie sich ziemlich schnell begeistern.


Als alle Blöcke fertig waren, haben wir uns ans Auslegen gemacht und plötzlich hatte sie den Gedanken geboren, man könne ja einen hell-dunkel-Farbverlauf probieren. Naja, so riiiichtig gut hat es nicht funktioniert - das hätte ich vorher wissen müssen und die Blöcke nicht auf Kontrast, sondern auf Farbintensität zusammenstellen - aber man kann schon erkennen, um was es geht.


Ein Quiltsandwich im herkömmlichen Sinn habe ich dieses Mal nicht gemacht, die beiden aneinandergenähten Flauschdecken müssen sowohl als Vliesschicht als auch als Rückseite herhalten. Der Quilt ist damit deutlich leichter als gewöhnlich und Flauschi mag die flauschige Rückseite sehr, hihi. Ich bin gespannt, ob ich es bereuen werde, wenn sich die Rückseite verfilzt oder auflöst, oder ob so eine Kuscheldecke doch haltbarer ist als gedacht.


Gequiltet habe ich mit mittelgrauem Garn (passend zur Rückseite) im Nahtschatten. Ich weiß, so langsam könnte ich vielleicht mal ein bissel experimentierfreudiger werden, was das Quilten betrifft, aber so richtig traue ich mich da irgendwie noch nicht dran. Vielleicht mal bei einem ganz kleinen Projekt, Einkaufstasche, Kissenhülle oder so.


So, und wieder ran ans Werk, ein "viertelfertiger" Quilt wartet noch auf mich und ich bin gerade so schön im Flow, hihi.