Donnerstag, 4. August 2016

Nackenhörnchen

Der jährliche Urlaub steht vor der Türe (morgen geht es los) und damit auch die laaaaange, laaaaange Autofahrt bis ans Ziel. Damit sich der automatisch einstellender "Autoschlaf" so komfortabel wie möglich gestaltet, habe ich Nackenhörnchen genäht.


Eins für die kleine Tochter, eins für die große und eins für mich. Der Mann möchte keins, dazu ist er viel zu cool, grins. Eventuell leihe ich ihm meins, wenn er ausruhen darf, aber nur, wenn er sehr nett fragt...


Das Schnittmuster ist ein Freebook von *Frau Scheiner*, besonders schön fand ich, dass es gleich drei verschiedenen Größen im Schnittmusterbogen gab. Ich habe einmal die Version "Mittel" für die kleine Tochter genäht und zweimal "Groß".


Dabei habe ich aber nicht zwei verschiedenen Stoffe verwendet, wie vorgeschlagen, sondern nur einen und dafür jeweils eine Seite mit Bändern und Spitzen verziert.

Das kleine Kissen mit den lustigen Punkten war einmal ein Kleid, aus dem die große Tochter rausgewachsen ist.


Für die große Tochter habe ich einen lange gehüteten Schatz von Birch-Stoffe verwendet - sie liebt nach wie vor Türkis, Petrol und alles, was in die blaue Richtung geht, da war das eine perfekte Wahl.

Man beachte auch den Kordelstopper, den ich am Schnürsenkel eingefädelt hab - jaja, man gibt sich als Mama alle Mühe, trendy zu sein, haha.


Mein Hörnchen ist aus einem echten Vintage-Stöffchen, laut Angaben der Verkäuferin ein DDR-Schätzchen aus den 70er Jahren. Ich glaub' das mal, bis mir jemand was anderes sagt, grins.

Ich verlinke mal zu RUMS, auch wenn die Hörnchen der Mädels mit dabei sind.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Dehnungsfuge...

Nein, es geht nicht darum, eine Brücke zu konstruieren oder Badfliesen zu verlegen. Es gibt tatsächlich ein Sockenmuster, das so heißt.


Die Designerin *Nicola Susen* hat sich um ein Sockenmuster bemüht, bei dem man in der "kritischen Zone" an Ferse und Spann genügend Maschen auf der Nadel hat, damit das Socken-Tragegefühl entspannt und nicht gequetscht ist. Sie hat also quasi eine *Dehnungsfuge* eingebaut.


Dabei herausgekommen ist eine genial-einfache, einfach-geniale Konstruktion: Man nimmt erst ziemlich schnell jede Menge Maschen an der Ferse / für die Ferse zu und dann gaaanz gemächlich eben diese Maschen nach der Ferse über dem Spann wieder ab. 
 


Meine geliebte Fish-Lips-Kiss-Ferse konnte ich auch wieder anbringen, eigentlich war eine Bumerangferse vorgesehen, aber das Muster funktioniert mit jeglichem Fersenkonstrukt, das nicht auf Fersenwand-Käppchen-Spickel beruht.


Die Wolle heißt "Raschelndes Herbstlaub und ist mal wieder ein *Buntfaden*.

 

 Da noch Platz ist in meiner Sockenschublade und da die "zufällig" entstandene Größe 40 mir sehr gut passt, vereinnahme ich diese Socken für mich und schicke sie zu RUMS.

Donnerstag, 14. Juli 2016

Reste-Socken

In den Pfingstferien haben wir das Zimmer von Flauschi (der großen Tochter) renoviert, dabei ist sozusagen kein Stein auf dem anderen geblieben. Fast fünf Jahre ist unser Umzug und damit das letzte gründliche Räumen in ihrem Zimmer her gewesen, vieles was eine Neunjährige damals gut brauchen konnte, war jetzt für eine 14-jährige einfach nur noch Babykram und landete in einem der vielen-vielen Tüten und Kartons.


So auch die bunte Sockenwolle, aus der über die Jahre vieles entstanden ist - ellenlange gedrehte Schnüre, ein kleiner Webteppich für die Puppen, Freundschaftsarmbänder, etc.


Eigentlich so gar nicht meine Farben, aber ich habe es einfach nicht übers Herz gebracht, ein halbes Knäuel Wolle einfach so wegzuschmeißen, irgendwas hat mich da angerührt, obwohl ich sonst wirklich "Frau Gnadenlos" und bei Mädels und Mann gefürchtet bin, wenn es darum geht, auszumisten.


Für ein Paar Socken nach meinem Gusto brauche ich knapp 80g Sockenwolle, ich liebe lange Schäfte, das ist nunmal so. Mit 50g kann ich Bündchen, Ferse und Spitze in Kontrastfarbe improvisieren, aber so waren es nur 34g und dementsprechend "angeflickt" sehen sie nun aus.


Sie es drum, irgendwie gefallen sie mir trotzdem und ihren Dienst werden sie allemal tun. Und jedes Mal, wenn ich sie trage, werde ich an Flauschi denken müssen.


Das Muster heißt *Untiefen* und stammt aus der Feder von Edda Foken. Es reiht sich perfekt ein in meine aktuelle Vorliebe für pure rechts-links-Muster, die trotzdem viel hermachen.


Über die Wolle kann ich nichts, aber auch gar nichts mehr sagen... Sie muss mindestens 10 Jahre alt sein und irgendwann mal aus dem Discounter gestammt haben, grins.
Die Kontrastfarbe hatte ich vor Urzeiten mal angeschafft, als ich noch an der *Häkelblumendecke* gearbeitet habe. Jaja, alles findet seine Bestimmung, man muss nur geduldig sein...


Mit den Socken gehe ich mal rüber zu *RUMS* und schaue, was die anderen Mädels so für sich gezaubert haben.


Donnerstag, 7. Juli 2016

Für Mädchen mit Zöpfen...

...ist mein neues Tuch nicht nur gemacht, auch wenn es *Braidsmaid* heißt. Dann vielleicht eher ein "Zopf für Mädchen"? Jaaaa, besser!


Verstrickt habe ich zwei Knäuel à 150g Sockenwolle DK, natürlich wie so oft in letzter Zeit vom *Buntfaden*.


Ein Knäuel war in blau-grau Tönen gehalten und sollte eigentlich eine Mütze für meinen Mann werden, der wollte aber partout den Blauanteil nicht leiden, das zweite Knäuel war "zartbunt".


Ich habe immer zwei Reihen mit einem Knäuel gestrickt und dann gewechselt und das Ergebnis ist hübsch geworden, mitteldunkel-grau-bunt. In Verbindung damit, dass das Tuch ziemlich dick und warm ist, perfekt als Schal unter Jacke oder Mantel für den kommenden Winter.


Ach ja - grooooß ist es auch, es überspannt unseren (zugegeben nicht sehr großzügigen) Balkon.


So - jetzt aber ab damit zu *RUMS* und den ausnahmsweise schönen Tag nicht damit verbringen, Bilder vom Balkon anzuschauen, sondern lieber mit Strickzeug auf selbigem zu sitzen und die Sonne genießen!

Montag, 4. Juli 2016

2x Neonsneakers

Vor einer Weile hatte ich ziemliches Pubertätsdrama mit der großen Tochter - nichts wirklich schlimmes, nur, was die Pubertät halt so mit sich bringt aber trotzdem sehr nervenaufreibend - und ich habe mich ausführlich darüber beschwert.


*Dorfmuddie vom Buntfaden* hat mir daraufhin zusätzlich zu meiner Wolle-Bestellung ein "Pubi-Survival-Paket" geschickt, für mich eine aufmunternde Postkarte ("Einen Teenager erziehen, ist wie Pudding an die Wand nageln") und Süßkram für die Nerven und mir scheint extra für die Tochter, auch wenn sie das nicht so gesagt hat, ein Knäuel Extra-Wolle in grellem neon.


Ich bekam die pubiliche Erlaubnis, daraus Sneaker-Socken stricken zu dürfen und habe das natürlich gleich getan - der häusliche Frieden ist schließlich wertvoll.

Eine Neuerwerbung, nämlich die *Fish-Lips-Kiss-Ferse* konnte ich dabei auch gleich testen, die Vorschläge zur besseren Sockenpassform, die die Autorin in ihrer Anleitung macht, habe ich auch teilweise ausprobiert, ich muss aber sagen, dass es mir eigentlich nur um die Ferse geht und ich ansonsten wieder nach meinem eigenen Rezept stricken werde.


Hier nochmal beide Fersen - ich bin begeistert. Als ich nach Jahren wieder angefangen habe Socken zu stricken, habe ich als erstes die Bumerangferse mit den Doppelmaschen gelernt, die war soweit ok, nur haben mich die zwei kompletten Reihen, die man über alles stricken musste, unglaublich genervt, weil sie oft das ganze Muster "zerschossen" haben, auch Fersen in Kontrastfarben waren sehr aufwändig.
 


Die Ferse mit Wickelmaschen hat das Problem mit den Extrarunden eigentlich gelöst, nur war ich leider zu dämlich, die Wickelmaschen lochfrei wieder abzustricken, so dass die Ferse an sich ziemlich hässlich aussieht. Die Fischlippen sind perfekt für mich - ich bekomme es lochfrei hin und muss keine Extrarunden drehen. Also in Zukunft immer so...


 

Tja, da die Tochter Sneaker-Söckchen wollte - was anderes geht eigentlich gar nicht mehr, auch nicht im Winter - blieb noch fast ein halbes Knäuel von der Wolle übrig und ich habe das Naheliegende getan und ihr noch ein weiteres Paar gestrickt. Nur die Spitze musste "kontrastfarben" werden, dafür hat es dann nicht mehr gereicht. Aber ich finde, es sieht sogar ganz schick aus.



Hier nochmal jeweils eine Socke von jedem Paar... Ich find' sie schick und die Tochter kann froh sein, dass ich weder Sneakers noch neon anziehe, grins.

Donnerstag, 30. Juni 2016

Eine Limonade am Meer

Der Titel klingt eigentlich eher nach Urlaub als nach Handarbeit, oder? Entspringt aber einfach den Namen, die die "Wolldesignerinnen" ihren Knäulen gegeben haben.


Der blaumelierte Anfang heißt "Wellengang" und stammt vom *Buntfaden*, die pink-rosa-orange Kontrastfarbe "Limonade" aus dem Lädchen von *mabeluk*.


Das Strickmuster an sich heißt *Cameo*, ich habe es ein bissel abgewandelt, weil ich nicht wollte, dass so viel Wolle übrig bleibt, wie im Muster angegeben - was soll ich mit 20g "Limonade" anfangen?


Also hab' ich den gemischten Teil länger gestrickt und auch das Lacemuster am Ende. Es blieben vier Gramm übrig, damit kann ich besser leben, grins.


Der Sommer in diesem Jahr ist ja, sagen wir mal, nicht soooo heiß, so dass es kein Problem ist, einfach weiter zu stricken, Schwitzfinger sind kein Thema und auch der Anblick von Wollgestrick lässt einem nicht sofort den Schweiß von der Stirn rinnen.


Hach ja... Ich bin jedenfalls ganz verliebt in die Lochmusterkante mit dem Spitzenabschluss, wenn's nicht so eine Heidenarbeit gewesen wäre, würde ich jetzt wahrscheinlich alle meine Abschlüsse so stricken.


Das Bild vom fast komplett ausgebreiteten Tuch, das unsere Balkonmöbel perfekt überspannt verabschiede ich mich für heute und verlinke vorher noch schnell zu *RUMS*.



Mittwoch, 29. Juni 2016

Hier kommt die Gretel!

In der Schule der kleinen Tochter war gestern die Mitmach-Oper zu Besuch und es wurde Hänsel und Gretel gesungen. Im Vorfeld gab es schon eine Projektwoche, die das Märchen samt Hintergrund vorbereitet hat mit viel Erzählen, basteln und informieren.


Und ein paar Lieder wurden natürlich eingeübt - schließlich handelt es sich um eine Oper, sogar eine Mitmachoper - da ist der Gesang wohl das wichtigste!


Ach nein... Doch nicht... Der Tochter war am wichtigsten das Kostüm - denn man durfte verkleidet kommen, als Hexe (was aber aussschied, denn die Hexe ist schließlich böööööse) oder eben als Gretel. Schade nur, dass die Tochter das mit dem Verkleiden dürfen nicht irgendwie zeitnah mitgeteilt hat, sondern drei Tage vorher.


Tja, da war also mal wieder "ranklotzen" angesagt. Das Kleid war schnell gefunden - richtig, es handelt sich um das reaktivierte Kleid von der Einschulung:


Der Kragen und der "Gürtel" wurde wieder abgetrennt, erschien uns beiden nicht so richtig passend.
Dann musste noch eine Schürze her, die habe ich nach dem *Tutorial von Lisibloggt* genäht, dabei allerdings die Maße angepasst.


Die untere Kante der Schürze war vormals der Gürtel des Kleides und als Bindebändel habe ich einfach nochmal dieselbe Spitze verwendet, von der es zum Glück noch einen Vorrat gab.


 
Bestickt haben wir (!) die Schürze mit Motiven aus dem *Zwergenschönen Lädchen*. Die Tochter hat natürlich entschieden, was wohin gestickt wird, hat das Garn zusammengesucht und entsprechend der Farblagen angereicht, ich hab' mich sehr gefreut zu sehen, dass sie Interesse am Metier hat.


Wieder einmal habe ich mich allerdings ein bissel geärgert über die nicht wirklich richtig gut gemachten Stickdateien. Es gibt Überschneidungen und freie Stellen, alles in allem einfach bissel unsauber gemacht. Dazu keine "Stickanleitung", die Sache mit den Applikationen hätte ich mir bissel besser erklärt gewünscht. Naja und ein Schnäppchen war's nun auch nicht gerade.


Egal - genug gemeckert, die Schürze und die gesamte Verkleidung kam sehr gut an, sowohl beim Töchterlein als vor allem auch in der Schule. Die Tochter wurde etliche Male fotografiert und ihre Lehrerin hat bei mir angefragt, ob die Fotos wohl auf der Schulhomepage veröffentlicht werden dürften im Rahmen der Projektdokumentation. Da hab' ich natürlich gerne "ja" gesagt - hihi, ein klitzekleines Stückchen Ruhm für mich...