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Freitag, 30. Juni 2017

Quilt für Frau Buntfaden

So ab und an ist die Zeit einfach mal wieder reif und ich hibbele darauf, zu patchworken. Gut, ich müsste vielleicht nicht unbedingt einen ganzen neuen Quilt anfangen. Es gibt ja auch genug Kissen-, Taschen und sonstige Projekte, aber wie heißt es so schön - wenn schon, denn schon.


Zu Stoff und Muster kann ich leider gar nicht mehr viel sagen, das Projekt lag ungelogen zwei Jahre unfertig herum, bis ich es vor kurzem mit neuem Schwung zu Ende gebracht habe. Deshalb ist leider in meiner Kaufhistorie nicht mehr gespeichert, wie der Stoff damals hieß.


Das Muster habe ich mir "abgeschaut". Irgendwann hing ein solcher Quilt, wo immer ein Nine-Patch und ein Half-Square-Triangle sich abwechseln, bei einem Video-Tutorial von meiner heiß verehrten Jenny Doan von der Missouri-Star-Quilt-Company im Hintergrund. Ich finde das Video ums verplatzen nicht wieder, aber ist ja auch egal.


Gequilted hab' ich wieder mal im Nahtschatten, alles andere ist mir zu riskant und ich hab' auch wenig Lust, mich da reinzuüben. Um die größeren Quadrate zu betonen, die sich ums Nine-Patch ergeben, wenn man von jedem Half-Square-Triangle, das angrenzt, noch ein Viertel dazu nimmt, habe ich das auch so nachgenäht und ich muss sagen, das hat schon etwas gebracht. Wenn man vorher das ungequiltete Top aus kleiner Entfernung angeschaut hat, musste man sich konzentrieren, um die größeren Quadrate zu sehen, ich finde, jetzt "springen" sie einem förmlich ins Auge.


Der Quilt ist ein Geschenk zum (runden) Geburtstag für die liebe *Frau Buntfaden* und hat sich bereits auf die Reise zu ihr gemacht. Mit ins Paket wollte ganz dringend noch eine *Falttasche Fannie*, das bewährte Projekttäschchen für bis zu 300g Wolle.

 
Verlinkt bei *The Quilt Collection*.

Dienstag, 7. Februar 2017

Flauschis Quilt

Schon im vergangenen Frühsommer, in den Pfingstferien, haben wir das Zimmer der großen Tochter renoviert (mir fällt auf, es gibt davon bislang gar keine Fotos, obwohl ich auch jede Menge Kissen und die Vorhänge neu genäht habe), es ist jetzt nicht mehr flieder-lila, sondern mitteltürkis.


Auch wenn ich am Anfang ein bissel skeptisch war, weil sie wirklich alle Wände so haben wollte, muss ich im Nachhinein sagen, dass es mir gut gefällt - nicht, dass ich darin wohnen wollte - aber es erschlägt einen nicht, wenn man durch die Türe kommt und passt zu Flauschi.


Die Accessoires sind entweder blaugrün in allen Schattierungen oder schwarz-weiß-grau und so sollte auch der Quilt werden, den sie natürlich auch, wie ihre kleine Schwester haben wollte, um das Bett in eine Couch verwandeln zu können (natürlich war von Anfang an klar, dass das eher selten stattfinden würde, aber natürlich sollte sie trotzdem den Quilt haben - Familientradition und Ehrensache!)


Wir haben also gemeinsam Musterstoffe ausgesucht dazu noch Unis in schwa-wei-grau. Das Muster war schnell festgelegt, es sollten nicht einfach "langweilige Quadrate" aneinandergereiht sein aber für die Half-Square-Triangles konnte sie sich ziemlich schnell begeistern.


Als alle Blöcke fertig waren, haben wir uns ans Auslegen gemacht und plötzlich hatte sie den Gedanken geboren, man könne ja einen hell-dunkel-Farbverlauf probieren. Naja, so riiiichtig gut hat es nicht funktioniert - das hätte ich vorher wissen müssen und die Blöcke nicht auf Kontrast, sondern auf Farbintensität zusammenstellen - aber man kann schon erkennen, um was es geht.


Ein Quiltsandwich im herkömmlichen Sinn habe ich dieses Mal nicht gemacht, die beiden aneinandergenähten Flauschdecken müssen sowohl als Vliesschicht als auch als Rückseite herhalten. Der Quilt ist damit deutlich leichter als gewöhnlich und Flauschi mag die flauschige Rückseite sehr, hihi. Ich bin gespannt, ob ich es bereuen werde, wenn sich die Rückseite verfilzt oder auflöst, oder ob so eine Kuscheldecke doch haltbarer ist als gedacht.


Gequiltet habe ich mit mittelgrauem Garn (passend zur Rückseite) im Nahtschatten. Ich weiß, so langsam könnte ich vielleicht mal ein bissel experimentierfreudiger werden, was das Quilten betrifft, aber so richtig traue ich mich da irgendwie noch nicht dran. Vielleicht mal bei einem ganz kleinen Projekt, Einkaufstasche, Kissenhülle oder so.


So, und wieder ran ans Werk, ein "viertelfertiger" Quilt wartet noch auf mich und ich bin gerade so schön im Flow, hihi.

Montag, 6. Februar 2017

Quilt Along 6Köpfe - 12 Blöcke / Februar

Der Februar Block des 6-Köpfe-12-Blöcke Quilt-Alongs war der Churn-Dash. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Aufgabe, ich hab' nämlich wieder das Sarah-Kay-Mittelteil und das grüne Kopfkissen am Rand untergebracht, uff.


Diesen Monat habe ich versucht, meine Nahtzugaben anders zu nähen als bisher, weil ich ja scheinbar immer einen Tick zu wenig Nahtzugabe abgenäht habe, wahrscheinlich noch in Kombi mit einem Tick zu viel Stoffabschnitt. Und es passt viel besser aufeinander, oh Wunder. Ob ich mich allerdings dazu durchringen kann, den Januar-Block nochmal ordentlich zu machen, weiß ich noch nicht.


Hier dann beide Blöcke und jetzt warten auf März...

Verlinkt bei 6-Köpfe-12-Blöcke-Februar

Mittwoch, 24. Juni 2015

Rosali-Quilt für ein Mädchenzimmer


Momentan schläft das kleine Töchterlein unter ihrem Hochbett auf einer Matratze. Wie und wieso genau es dazu gekommen ist, kann ich heute auch nicht mehr sagen, am Anfang war es eine fixe Idee von ihr, die sich dann (anders als andere fixe Ideen) einfach nicht mehr verloren hat. 





Man sieht also nicht sehr viel von ihrer Schlafstätte, besonders auch deshalb, weil die Höhle unter dem Hochbett von dem obligatorischen "Hochbettvorhang" verdeckt wird.




Im "Schulmädchenzimmer", wie sie es selber nennt, soll alles anders werden, das Hochbett wird seiner Hochbeine beraubt, das Kind wird IM nicht UNTER dem Bett schlafen und im Raum umher gerutscht wird das Bett auch noch.


Und da dann tagsüber die Blicke sofort, wenn man ins Zimmer kommt, auf das Bett fallen werden, braucht das Bett natürlich einen Quilt. 


"Genauso ein Muster wie es die Oma bekommt" war gewünscht, also wieder *Jelly Roll Jam vom Fat Quarter Shop*. Nur leider gibt es Rosali und Kombi nicht als fertige Jelly Roll, also musste ich selber schneiden. Das hat einerseits Nerven gekostet aber andererseits auch ganz arg Spaß gemacht. 


Stoffe zusammensuchen und neu dazu zu bestellen, pedantisch bügeln und noch pedantischer schneiden, kombinieren und verwerfen, das war wirklich tiefenentspannend. Ich hab' mich gefühlt wie bei einer Meditation. (Gut, meistens, außer, wenn ich fluchen musste, weil wieder mal etwas nicht geklappt hat.)


Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, auch wenn manchen Quiltnähte nicht besonders ordentlich "in the Ditch", also im Nahtschatten, verlaufen und die Fäden auf der Unterseite bisweilen zum Salat neigen. Und das allerbeste: Dem bisweilen doch recht mäkeligen jungen Fräulein gefällt der Quilt! Chakka!!!


Ich bin froh und stolz, dass ich damit fertig bin, aber auch irgendwie traurig und leer, weil jetzt eigentlich kein neues Patchwork-Projekt ansteht. Naja, wer suchet, der findet, grins.

Verlinkt noch schnell bei *Sandra und ihrem "Mein Quilt 2015"*.

Freitag, 22. Mai 2015

Ein Quilt muss es sein! - Habe fertig


Was lange währt, wird endlich gut, der Geburtstagsquilt für meine Mama ist fertig. Gestern war er nach dem Waschen dann getrocknet und ich habe ihn gleich mal mitgenommen in den Garten für ein Fotodate.


Ok, hier sieht man zuerst nochmal das "Quiltsandwich" aus Rückseitenstoff (den ich zweimal bestellen musste, weil das rot, das ich ursprünglich ausgewählt hatte, irgendwie mit dem restlichen Quilt nicht so "konnte"), Vlies (super-flauschiges Bio-Baumwoll-Vlies, das es leider nur bis 1,50m Breite gibt) und Patchwork-Top.


Aber hier ist er nun "komplett". Schön, oder? Ich bin selber ganz verliebt und hoffe sehr, dass meine Mama sich freuen wird. (Ok, ich bin mir sicher, dass sie sich freuen wird...)


Bevor ich mit diesem Quilt begonnen hatte, dachte ich, das aufwändigste, komplizierteste sei die Herstellung des Tops. Mittlerweile bin ich nicht mehr dieser Meinung, irgendwie hat jeder Schritt seine Herausforderungen, grins.


Besonders das Quilten dieses riesigen Monsters hat mich einiges an Kraft und Überlegung gekostet, obwohl meine Maschine ja einen extra-großen  Zwischenraum hat. Ich hab' ganz easy-peasy im Nahtschatten gequiltet (manchmal auch nur so ungefähr im Nahtschatten...) und will gar nicht darüber nachdenken, wie es mir mit geometrischen Mustern oder Blumen ergangen wäre. Es war so schon schweißtreibend und wenn ich irgendwann mal "fortgeschrittener" bin, kann ich mich darin ja immer noch üben.
 


Das Binding habe ich mit der Maschine gemacht, ich bin nicht so der Handnäh-Typ. Mir reicht es schon immer, wenn ich bei meinen Leseknochen Matratzenstiche für die Wende- und Füllöffnung machen muss. Sieben Meter mit Hand annähen - dazu fühle ich mich nicht berufen... Ich habe einen Zierstich genommen, der sowohl die Decke an sich als auch das Binding einfasst.



 
Darüber, ob ich meinen Quilt wirklich signieren soll, habe ich lange nachgedacht. Mein Label hätte ich schon einfach irgendwo aufgenäht, aber wirklich überall habe ich gelesen, dass man das "ordentlich" machen MUSS. Also Name des Quilts, Anlass zu dem er produziert wurde, Hersteller und Datum. Ich find's trotzdem hässlich... Und ich hab's auch nur mit ein paar sparsamen Stichen angenäht, dann kann meine Mama das wieder abtrennen, falls sie es genauso hässlich findet wie ich.


Und wo wir gerade bei Quilt-Geschichten sind: In Amerika sagt man ja ebenfalls, dass jeder Quilt einen Fehler haben MUSS, weil nur Gott perfekt ist. (Gut, andere Stimmen meinen, das behaupten die Quilterinnen nur so, um die Fehler, die halt so passieren, zu rechtfertigen...) Meinen Fehler habe ich natürlich völlig absichtlich, haha, eingebaut, als ich ein Quadrat nicht gequiltet habe. Das ist mir tatsächlich erst nach dem waschen und trocknen aufgefallen, als ich die Fusseln von der Rückseite gepopelt habe und deswegen auf Knien über den Quilt gerutscht bin. Ich glaub' ich lass' das so, auch wenn es kein Akt wäre, die eine Naht noch schnell... Aber ich liebe schrullige Traditionen und schließe mich da gerne an.


Am Ende waren noch ein paar Streifen von den Jelly Rolls übrig und Stoff von der Rückseite gab es auch noch, so dass die Idee mit den Kissen passend zu Decke fast schon zwangsläufig kommen musste. Sie sind 45cm x 45cm groß geworden und die Vorderseite ist ebenfalls gequiltet, ich habe mich da an Goldkinds Chaoskissen erinnert und ein komplettes Sandwich hergestellt.


Ich mag das entstandene Kreuzmuster sehr und könnte mir auch einen ganzen Quilt aus solchen Blöcken gut vorstellen.


Wie immer am Ende einer langen Rede darüber, wie man etwas warum vollbracht hat, dankt man den Menschen, die einen dorthin geholfen haben, wo man jetzt steht. Meiner Mum danke ich jetzt nicht nochmal, die bekommt ja den Quilt, aber Jenny Doan von der Missouri Star Quilt Company möchte ich herzlich danken. Ich habe zig ihrer Tutorials gesehen, viel gelernt dabei, auch viel Spaß gehabt und mich über ihre wunderbare Art gefreut (die Frau hat 7!!! Kinder) und auch wenn wir natürlich keinen persönlichen Kontakt hatten, denke ich viel an sie und über sie nach, wenn ich so an meiner Maschine sitze.

So, noch schnell zu *Mein Quilt 2015* verlinkt und dann ist es wirklich und endgültig vollbracht.

Mittwoch, 29. April 2015

Ein Quilt muss es sein! - Das Top ist fertig.

In vollster Euphorie und Tatendrang habe ich in persönlicher Rekordzeit das Quilttop für meine Mama fertig genäht. Es ist völlig unregelmäßig, nicht dass jemand irgendeinen Zusammenhang oder Sinn sucht.


Ich hatte mit meinem Mann zusammen die einzelnen Quadrate ausgelegt und hinterher schön ordentlich in Reihen gestapelt und beschriftet. Und dann ist es passiert... Aus irgendeinem unerfindlichen Grund war nach dem Zusammennähen alles anders als vorher (da gab' es zwar auch schon kein Muster, aber es WAR ANDERS...).



Danach habe ich dann die Reihen so vertauscht, gedreht und gewendet, dass zumindest keine gleichen Streifen direkt aneinander angegrenzt haben.


Ach, was soll ich sagen - ich find's einfach schöööön, wenn auch etwas improvisiert.

Vlies und Backing sind schon bestellt, hoffentlich kann es dann bald weiter gehen, bin schon kribbelig.

Verlinkt bei *Sandras "Mein Quilt 2015*

Montag, 27. April 2015

Ein Quilt muss es sein!

Bald steht ja wieder mal der Geburtstag meiner Mutter vor der Tür, letztes Jahr wurde sie 70 und hat einen Gutschein von der Kosmetikerin und einen *Leseknochen* von mir bekommen. Ermutigt dadurch, dass sie den Knochen tatsächlich verwendet und sich arg darüber gefreut hat, habe ich beschlossen, ihr auch in diesem Jahr wieder etwas Selbstgenähtes zu schenken.
 

Leider ist es im vergangenen Jahr gesundheitlich ziemlich bergab gegangen bei ihr, was liegt also näher, als ihr eine Kuscheldecke zu schenken für ihre ungezählten Stunden, die sie auf der Couch verbringt.


Naja - und einen Quilt zu nähen, das ist ohnehin schon länger mein Traum, nämlich seit ich *bei diesem Leseknochen* erstmalig eine Seite gepatcht habe.


Zwischenzeitlich war ich dann auf die Erfindung der Jelly Roll gestoßen, nämlich auf dem Blog von *Das mach ich nachts* und habe beschlossen, dass ich meine Quilterinnen-Laufbahn genau so beginnen möchte.



Ich habe also vier Jelly Rolls à 20 Streifen gekauft und losgelegt. Ich habe insgesamt vier Sets à neun Blöcke genäht. Jetzt  folgt noch das Puzzlespiel, daraus einen Quilttop zu machen.


Von diesem Schritt ist mein Mann jetzt schon ganz angetan und er hat tatkräftige Unterstützung zugesagt - ich greife dabei gerne auf sein geschultes Grafikerauge zurück...


Verlinkt bei Coelner Liebe und ihrem *Mein Quilt 2015*.