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Mittwoch, 28. März 2018

Garnschalen aus Garn

Im vorigen Post gab's ja schon einen kleinen Teaser-Fotoausschnitt auf die Garnschalen, die ich gebastelt habe. Hier nochmal ausführlich. Entstanden sind sie nach *diesem* Tutorial.

Man braucht dafür eine Schüssel in der bevorzugten Größe, die man von außen mit Frischhaltefolie bedeckt.

Und Garnreste natürlich, man glaubt gar nicht WIE VIELE Garnreste. Also ich hab' ja ohnehin geschummelt und von Knäulen reste-große Stücke abgeschnitten, aber es ist natürlich auch ein tolles Resteverwertungs-Recycling-Projekt.


Für den Kleister nimmt man 60g Mehl und 480mL kaltes Wasser und verrührt beides in einer Schüssel zu einer glatten Masse.
Weitere 480mL Wasser werden in einem Topf aufgekocht und mit der ersten Mischung verrührt.
Erneut aufkochen, von der Kochstelle entfernen und 45g Zucker einrühren. Die Paste wird kalt verarbeitet, beim abkühlen dickt sie stark ein, das soll so sein.

Danach mischt man seine Wollreste mit einem Teil des Kleisters, bis sie schön durchgefeuchtet sind und dann beginnt der kreative Teil. Man kann die Schüssel dichter bestücken oder auch Platz zwischen den Fäden lassen, man kann Muster anordnen oder die Fäden "so wie's kommt" aufpappen, alles ist möglich.



Meine Garnschalen haben - da sie sehr dicht beklebt sind - eine knappe Woche im warmen Wohnzimmer getrocknet. Ich konnte zwar nur sehr schwer warten, warten und warten, aber es hat sich gelohnt.


 
Leider sind die Schalen nicht dafür geeignet, um sie als Projektschalen zu benutzen. Sie sind zu leicht dafür, rubbeln und hakeln mit dem Garn, das sich eigentlich darin abrollen sollte und so ganz arg stabil sind sie auch nicht.

Ich habe eine verschenkt, die andere beinhaltet nun den ganzen Krimskrams, der beim stricken so anfällt - Maschenmarkierer, ein Kugelschreiber, Notizzettelchen, eine Nadel - alles, was man "später" dann mal wegräumen will und was normalerweise rumfliegen würde, hihi.

Dienstag, 27. März 2018

Osterwichteln I

Da der *Reste-Adventskalender auf Ravelry* so eine schöne Sache war, hat die liebe Initiatorin gleich noch einen abgewandelten Osterkalender ins Leben gerufen.


In einem Eierkarton (neu oder desinfiziert, wegen der Salmonellen-Problematik...) sollten 10x15g Sockenwolle möglichst nach den Farbvorlieben des Empfängers eiförmig gewickelt verschickt werden. "Eiförmig" war jetzt nicht soooo leicht, aber nach dem zweiten Anlauf habe ich es hinbekommen.


Man kann es an der Wollauswahl erkennen, mein Wichtelkind liebt grün und blau (dabei stand noch, dass pink, orange und lüla gaaaar nicht gehen...) und ich hoffe, ich habe ihren Geschmack getroffen.


Dazu gab es noch ein *Osterkörbchen aus Fadenresten* gefüllt mit einem Schoki-Osterhasen und Weingummis. Und weil ich die große Ehre hatte, die Organisatorin zu bewichteln und sie sich wirklich eine riesige Mühe gibt bei der Planung, Farbvorlieben berücksichtigt, genau Protokoll führt, wieviele Päckchen schon verschickt und angekommen sind, habe ich noch ein "nähen-fürs-stricken"-Set dazu gepackt.


Für mich selber habe ich auch schon so ein Set genäht, bin aber noch nicht dazu gekommen, es zu verbloggen.  


Es besteht aus einem *Wolldascherl von Charlotte Fingerhut*, einer *Nadelspielrolle nach Birga*, einem etwas abgewandelten *Miniportemonnaie von Makerist* und einem Beutelchen, das ich ganz ohne Anleitung hinbekommen habe, hihi.

 
Da es mittlerweile schon zieeeeemlich auf Ostern zugeht, habe ich meine Osterüberraschung natürlich auch schon bekommen, aber das ist ein anderes Thema und soll ein andermal verbloggt werden. 

 

Mittwoch, 24. Januar 2018

Handgefärbt!

Im Laufe des letzten Jahres ist in mir der Wunsch gewachsen, mich nicht nur durchs stricken auszudrücken und auszuleben, sondern noch weiter zurück gehen zu können - nämlich schon das Färben der Wolle in den kreativen Prozess aufzunehmen.



Entweder so, dass man eine Farbkombination auf die Wolle bringt und danach dann das Projekt auswählt oder andersherum, man nimmt sich ein umfangreicheres Projekt vor und färbt sich dazu vollständig oder ergänzend die Wolle.

Eine ganze Weile lang sah es so aus, als würde dieser Wunsch ein Traum bleiben, bis der Mann einen Rappel hatte und den halben Keller ausgemistet hat- so ist eine Wand für mich ganz allein entstanden, an der ich jetzt eine kleine Werkbank und zwei Regale für Material habe. Es ist "da unten" alles andere als hübsch, deshalb gibt es auch keine Fotos davon - nein, wirklich nicht, aber es ist zweckmäßig und ich bin glücklich darüber, wie es gekommen ist.


Der erste Strang, den ich gefärbt habe, war aus Glitzerwolle, er changiert nun türkis-petrol mit lila-Klecksen. Das nächste Projekt war ein (selbstgedrehter, hihi) Sock-Blank in grau-bunt. Die anthrazitfarbene Wolle finde ich besonders gut gelungen, durch die Bambusviskose glänzt sie wie verrückt und changiert ebenfalls etwas - "leider" ist sie schon dem Mann versprochen.



Drei weitere Stränge gibt es noch, die sollen Teil eines Poncho-Großprojekts werden - "Honigtöpfchen", "Rusty-my friend", und "für immer grün".
 
 

Abschließend kann man sagen, dass ich mich wochenlang aufs färben vorbereitet habe, sowohl durch das Einrichten des Arbeitsplatzes als auch durch das Schauen von unglaublich vielen Tutorials. Und bisher ist - von völlig verknäulten Strängen mal abgesehen - auch noch nichts schief gegangen.