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Freitag, 4. Dezember 2015

Weihnachtsbäckerei, abschließend

So, ich bin fertig mit backen für dieses Jahr. Also, zumindest mit dem "Pflichtprogramm", was dieses Jahr aber auch fast durchgängig Spaß gemacht hat...

 

Jetzt backe ich nur noch, wenn es mich überkommt oder meine Familie zu sehr nörgelt, weil die eine oder andere Sorte schon wieder "weggefressen" ist. 
 
Zwei Rezeptabwandlungen wollte ich noch vorstellen, ich hab' nämlich mit dem "stinknormalen" Butterplätzchenteig experimentiert, dabei sind zwei ziemlich leckere Varianten entstanden.

Zu diesem *Grundteig* habe ich 100g gemahlene Haselnüsse hinzugefügt und ihn dann in zwei Hälften geteilt.

Aus der ersten Hälfte wurden

Schoko-Nuss-Taler

2 gehäufte EL Kakaopulver gründlich unter den Haselnussgrundteig kneten und für mindestens eine Stunde kaltstellen. Mit Keksstempeln in Form bringen, bei 180°C Umluft für ca. 12 Minuten backen.


Aus der zweiten Hälfe habe ich

Haselnusslebkuchen gemacht.

Zum Haselnussgrundteig habe ich einfach zwei Beutelchen *Weihnachts-Aroma* geknetet. Eigentlich hätte laut Mehlmenge ein Beutelchen reichen sollen, ich bin froh, dass ich beide genommen habe, damit ist es schön intensiv geworden. (Heißt dann aber auch für alle, die es nicht soooo intensiv lieben, besser nur einen Beutel zu nehmen.)

Teig wieder eine Stunde kalt stellen, ausstechen, mit verquirltem Ei bestreichen, dekorieren und bei 170°C ca. 12 Minuten backen.


Sehr lecker, auch wenn ich mir durchaus bewusst bin, dass das grobe Schummelei ist - einfach Fertigmischung dazu kippen, tses... 



Sonntag, 29. November 2015

1. Advent

Soooo, da ist er nun, der erste Advent und man kann nicht meckern, es ist winterlich kalt. Nachher werden wir nochmal raus gehen, auf den Weihnachtsmarkt und es und bis dahin bei Weihnachtsfilmen, Plätzchen backen und Wohnung dekorieren gemütlich machen.


Euch allen einen wunderschönen Tag und insgesamt eine besinnliche Vorweihnachtszeit!


Neue Plätzchen gibt es übrigens auch noch, und zwar

Schokokekse mit Orange

Zutaten:
250g Mehl
200g Butter
50g gemahlene Haselnüsse
2 EL Kakaopulver
100g Rohrzucker
1 Ei
1 Prise Salz
3-4 TL Orangenabrieb
1 Glas Orangenmarmelade
Puderzucker

Zubereitung:
Alles miteinander verkneten, in Folie wickeln, mindestens eine Stunde kalt stellen.
Den Teig 3-5 mm dick ausrollen, Oberteile mit Loch und Unterteile ausstechen, Bleche mit Backpapier auslegen, Plätzchen bei vorgeheiztem Backofen 180 Grad (Umluft) 8-10 Minuten backen.
Nach dem Abkühlen die Marmelade erwärmen und auf die Unterteile streichen. Oberteile draufsetzen und mit Puderzucker bestäuben.

Tipps:
- Der Teig klebt wie Hölle, er sollte also wirklich gut gekühlt werden  
- Statt Orangenabrieb kann man auch diesen abgepackten Abrieb nehmen
- eher kürzer backen als zu lang, die Plätzchen härten nach beim Abkühlen
- mit bitterer Orangenmarmelade schmeckt es noch "besonderer"


Die "aktuelle Etagere" sieht ein bissel langweilig aus, oben noch die Reste von den Orientalischen Weihnachtsgrüßen, unten die Schokokekse mit Orange. Die Marzipanplätzchen und die Butterkekse mit Frischkäse sind schon wieder von der Bildfläche verschwunden - muss ich nochmal nachbacken.


Dienstag, 10. November 2015

Ich hab' dann mal angefangen...

Aktuell bin ich wegen schmerzender Schulter (Mode-Diagnose "Impingement-Syndrom") krank geschrieben. Die ganzen letzten Tage ging wirklich nicht viel, außer in der Ecke sitzen und jammern, aber heute hab' ich mich auf die Labor-Arbeit morgen durch Plätzchen backen vorbereitet - im Großen und Ganzen ähneln sich die Bewegungsabläufe.


Ich weiß, genau genommen ist es noch ein bissel früh für den ganzen Weihnachtszauber, aber ich bin schon seit drei Wochen weihnachtlich eingestellt, warum weiß ich auch nicht, und dafür habe ich mich ganz gut zurückgehalten bis jetzt. Als erstes gab es "Orientalische Weihnachtsgrüße", MEINE Lieblingsplätzchen, auch wenn der Rest der Familie sie nicht leiden kann. Der Mann mag generell keine Stückchen auf Keksen oder im Kuchen und wie man sehen kann, gibt's recht viele Stückchen bei dieser Kreation. Und den Mädels sind die Gewürze - Ingwer, Kardamom und so - zu exotisch. 


Orientalische Weihnachtsgrüße:

130 g Butter
1 Ei
120 g (brauner) Zucker
300 g Weizenmehl Type 550
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
1/2 TL Kardamom
1 Prise Nelkenpfeffer
1 Messerspitze Orangenschale
1 cm Ingwer
60 g Datteln ohne Stein
60 g Feigen
50 g Honig
25 g Sesam
20 g gehackte Pistatienkerne

100 g der Butter, Ei und Zucker schaumig schlagen. Mehl, Backpulver, Zimt, Kardamom, Nelkenpfeffer, Orangenschale und fein gewürfelten Ingwer mischen und unterrühren. Datteln und Feigen in feine Würfel schneiden, die Hälfte zum Teig dazu geben und alles gut verkneten. Eine Stunde in Folie gewickelt im Kühlschrank ruhen lassen.

0,4 cm dick zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie ausrollen, ausstechen, auf ein Backblech mit Backpapier legen und bei 180°C Umluft ca. 10-12 min pro Blech backen.

Honig, restliche Butter, restliche Datteln und Feigen, Sesam und Pistatien mischen und lecht erwärmen, auf die Plätzchen streichen.


Im letzten Jahr hatte ich ja das Problem, dass ich einerseits total verknallt war in diese Keksstempel, andererseits aber damit das Butterplätzchen-Rezept nicht funktioniert hat, weil die Motive wegen der Massen an Butter immer zerlaufen sind. Dieses Jahr habe ich ein Rezept gefunden, das den Butterplätzchen sehr nah kommt, der Rest der Familie hat den Unterschied nicht geschmeckt. Und wie man sieht, werden die Keksabdrücke "messerscharf".


Butterkekse mit Frischkäse

80g zimmerwarmer Frischkäse
125g Butter
1 Ei
200g brauner Zucker
1/2 TL Salz
2 TL Vanilleextrakt
Alle Zutaten miteinander verkneten.

465g Mehl unterrühren, eine Teigkugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank legen.

Vor dem Weiterverarbeiten den Teig auf Raumtemperatur bringen, kleine Kugeln rollen und mit den Keksstempeln in Form bringen. Auf Backpapier 10-15 Minuten bei 180°C Umluft backen, auskühlen lassen und verzieren. 


Und da noch die "aktuelle Plätzchenetagere". Ich freu' mich so - meine Lieblingssaison ist offiziell eröffnet!

Samstag, 4. April 2015

Frooostern!

Bei uns hier wird es Ostern wenn...


...im Kindergarten an einem Eltern-Kinder-Nachmittag Hasen aus Quark-Ölteig gebacken und anschließend in netter Runde verzehrt werden.

Quark-Ölteig:
150g Magerquark
300g Mehl
75g Zucker
1 Ei
1/2 Päckchen Backpulver
5 Esslöffel Milch
5 Esslöffel Öl

Alle Zutaten in eine Schüssel abwiegen, gut verkneten und eine halbe Stunde ruhen lassen. Für die Hasen teilt man den Teig in zwei bzw. drei gleichgroße Teile (je nachdem, ob man zwei riesige oder drei normale Hasen haben möchte) und rollt ca. 20cm lange Würste aus. Man schlingt das rechte Ende über die Mitte des Teiges und hat damit schon die Hasenausgangsform. Der Zipfel des darüberliegenden Endes wird spitz geformt als Füßchen, das darunterliegende Ende bekommt ein Gesicht "herausgezogen" und der obere Teil wird für die Ohren halbiert. Eine Rosine ist das Auge.
Ab in den Ofen, Umluft 180 Grad, ca. 25 Minuten.


...liebe Menschen mit einem Eierkarton-Geschenk bedacht werden. Man knibbelt das Papier vom Eierkarton vorsichtig ab und benutzt es als Vorlage für eine schönere Deko aus Geschenkpapier. Rein kommt ein Mini-Schokohase, drei gefärbte Eier (vor dem Färben Lochverstärkerringe aufkleben, hinterher wieder entfernen, das ergibt ein schönes Muster mit minimalem Aufwand) und zwei Minimuffins aus Karottenkuchenteig.

Karottenkuchen:

250mL Sonnenblumenöl
250g Zucker

5 Eier

1TL Zimt
1Pk Vanillezucker
Saft einer Zitrone

200g gemahlene Nüsse

375g Mehl
1Pk Backpulver

500g geschälte, geraspelte Karotten

Die Zutaten nach und nach der Reihenfolge entsprechend zusammenrühren, Teig in eine gefettete Kuchenform geben, bei 180°C Umluft ca. 55 Minuten backen.
Für eine 12-Form Minimuffins braucht man nur ein paar Esslöffel vom Teig, also entweder das Rezept anpassen (oder wie bei uns geschehen) aus dem Rest Muffins backen.

...sich am Karfreitag die Familie trifft und feiert, auch wenn das wohl der blödeste Tag im Jahr ist, um ein ein fröhliches Familienfest zu begehen. Leider geht es aus diversen Patchwork- und anderen Unverträglichkeitsgründen nicht anders und so machen wir nun schon seit ein paar Jahren das beste daraus. 

Zu Essen gibt es natürlich kein Fleisch, sondern Frankfurter Grüne Soße und Matjes-Salat zu Pellkartoffeln.  




Frankfurter Grüne Soße nach dem weltbesten Rezept meiner Mama:

1 Packung (200g) Kräuter für Frankfurter Grüne Soße (Petersilie, Sauerampfer, Borretsch, Kerbel, Pimpinelle, Kresse, Schnittlauch) gibt es auch *hier* online zu bestellen, der Preis ist absolut üblich, nur kommen halt noch die Versandkosten dazu... (Und ich weiß nicht, wie frisch die Kräuter dann ankommen.)
500g Magerquark
500g Quark 40% Fett
1 Becher süße Sahne
1 Becher Joghurt
6 gekochte, geschnittene Eier
etwas Zitronensaft, Pfeffer, Salz, Milch zum verdünnen.

Kräuter waschen und ganz fein hacken, bis sie fast Matsch sind, sonst wird die Soße nicht grün. (Ich habe so eine Smoothie-Aufsatz an der Küchenmaschine, der eignet sich bestens.) Alle Zutaten vermengen und am besten über Nacht ziehen lassen.


Matjes-Salat, leicht asiatisch angehaucht:

600g Matjes-Filets
1 geschälter, geriebener säuerlicher Apfel
1 gewürfelte rote Zwiebel
4 geriebene Gewürzgurken
600g Schmand oder saure Sahne
1 EL Fischsauce
1 TL mittelscharfer Senf
1/2 TL Currypulver
Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Alle Zutaten bis aus den Fisch in einer Schüssel mischen, Fisch in Würfel schneiden und vorsichtig unterheben, vorsichtig abschmecken, da der Fisch Salz abgibt und am besten über Nacht ziehen lassen.

Sooo, damit wünsche ich Euch allen ein wunderschönes Osterfest und ein paar entspannte Tage! Die haben wir uns verdient!

Freitag, 12. Dezember 2014

Weihnachtsbäckerei! {3} ODER: Der Elch mit Schokooo am Popooo

Einen ganzen Eintrag für eine einzige Kekssorte? Jaaaa, denn es ist die letzte "neue" für dieses Jahr und sowieso ein Nachzügler, den ich nur gebacken habe, weil ich es mir selbst und meiner Familie "beweisen" wollte.

Nämlich, dass auch Vollkorn-Bio-Kekse lecker sein können!!! Ich lese schon eine Weile bei Carrots for Claire mit und war immer sehr interessiert an dem, was sie über leckeres und wertvolles Essen geschrieben hat. Bisher hat mir aber immer DAS Rezept gefehlt, bei dem ich mir sicher war, bei meiner Familie punkten zu können.

Zwar kaufen wir hier alles Mögliche in Bio- und teilweise Demeter-Qualität, aber von "Super-Food" und Vollwertküche sind wir trotzdem meilenweit entfernt.

Mit dem Rezept "Vegane und nährstoffreiche Dattelplätzchen" wollte ich es probieren.

Ich habe mich komplett an die Vorgaben gehalten, nur dass ich keine Lust auf Ausstechen hatte und deshalb wieder meine liebgewonnenen Keksstempel ans Werk mussten.


Und weil mir die Sache mit dem Xylit als Puderzuckerersatz dann doch eine Nummer zu krass war für den Einstieg, hab' ich die Popos der Elche kurzerhand in Kuvertüre getaucht und mit Haselnusskrokant bestreut. Irgendeinen Hingucker muss es ja schließlich für die Kleinste in der Familie geben, die neuen Kekse zu testen und nich beim Althergebrachten zu bleiben und da gibt's nix besseres als Schoki.

Fazit: Das Töchterlein schrotet die Vollwert-Kekse weg wie nix und auch der Mann knabbert sie fröhlich zwischendurch. Und ich überlege, ob sich die Liebe zu den Keksen schon so weit gefestigt hat, dass ich es wagen kann, die Katze aus dem Sack zu lassen und die Familie über deren wahre Natur aufzuklären.


Und hier noch ein Bild von unserem aktuellen bunten Teller - ich hab' mal wieder die Etagere von meiner lieben Schwägerin hervorgekramt, sieht festlich aus, oder?


Montag, 1. Dezember 2014

Weihnachtsbäckerei! {2}

Es geht weiter mit Weihnachts-Plätzchen...

Den zweiten Teil eröffne ich mit

Engelsaugen:

1 Zitrone mit unbehandelter Schale
300g Mehl
200g kalte Butter
100g Zucker
2 Eigelb
50g gehackte Pistazien
60g getrocknete Cranberries
100g Jehannisbeergelee

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Zitrone heiß abspülen, trocken tupfen, Schale rumherum fein abreiben. Zitronenschale, Mehl, Butterflöckchen, Puderzucker, Eigelb und Pistazien zu einem glatten Teig verkneten.

Teig mit den Händen zu etwa kirschgroßen Kugeln rollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit dem Finger in jede Kugel ein tiefes Loch drücken und in die Mulde eine Cranberry legen.

Das Gelee mit einer Geleespritze (oder mit einem an einer Ecke abgeschnittenen Gefrierbeutel) über die Cranberry in das Loch spritzen, bis ein kleiner Hügel entsteht.

Ca. 10-15 Minuten goldgelb backen, zum Servieren evtl. mit Puderzucker bestäuben.

 

Die Engelsaugen mag ich sehr gern, der Teig ist nussig und süß, die Füllung eher säuerlich, der perfekte Keks für mich.

Danach waren

Marzipan-Stempel-Kekse dran:

230g Mehl
150g Butter
100g Marzipanrohmasse
50g Zucker
1 Pä Vanillezucker
1 Eigelb

Alle Zutaten verkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Mindestens 30 Minuten abgedeckt im Kühschrank ruhen lassen. Backofen auf 170 Grad Umluft vorheizen. Aus dem Teig ca. 20 Kugeln formen und mit einem Keksstempel zu runden, platten Plätzchen stempeln. Auf ein Backblech mit Backpapier legen und 15-20 Minuten backen, bis sie leicht gebräunt sind.








  Das waren sowohl von der Teigvorbereitung als auch vom backen her die schnellsten Plätzchen, die ich je gemacht habe. Ich kann mir gut vorstellen, sie auch mal schnell dazwischen zu schieben. Und leeeeeecker sind die, unglaublich. Außerdem natürlich die perfekten Kinderkekse...

Jetzt kommt ein Ausflug in die USA, denn sowohl die Karamell-Cookies als auch die Schoko-Schneebälle sind Klassiker von dort. (Die Schneebälle erinnern sehr stark an Brownies.)

Karamell-Cookies:

50 g geröstete u. gesalzene Erdnüsse
50 g getrocknete Cranberrys
100 g weiche Sahnekaramellbonbons grob hacken
mit 120 g zarten Haferflocken
130 g Mehl
130 g braunem Zucker
1 Prise Salz mischen
90 g weiche Butter
90 g Doppelrahmfrischkäse
3 EL kaltes Wasser zugeben

Mit Knethaken zu einem Teig verarbeiten. Ofen auf 180 Grad vorheizen. Mit den Händen ca. walnussgroße Kugeln formen und auf das Backblech setzen. 12 Minuten auf mittlerer Schiene backen.





Im unteren Bild sieht man gut, wie die "stückigen" Zutaten rauslinsen. Bin gespannt, ob meine kleine Tochter die essen wird, Stückchen sind nicht so ihr Ding, obwohl sie alle Zutaten in rauhen Mengen einzeln verputzt, glaube ich eher, dass sie hier nicht dran gehen wird.


Schoko-Schneebälle:


100g Halbbitter-Kuvertüre
50g Butter
60g Zucker
1 Ei (Größe M)
1 Eigelb (Größe M)
100g Mehl
1 EL Kakao
1/4 TL Backpulver
1 TL gemahlener Zimt
60f Puderzucker zum Wälzen

Schokolade hacken, mit Butter über einem heißen Wasserbad schmelzen. In eine Schüssel geben, abkühlen lassen. Zucker, Ei und Eigelb unterrühren. Mehl, Kakao und Zimt unterrühren. Teig 2 Stunden kühlen.

Teig zu walnussgroßen Kugeln formen, in viel Puderzucker wälzen Im Abstand von 4cm auf Bleche mit Backpapier setzen. Im vorgeheizten Ofen bei 170 Grad Umluft 14 Minuten backen, etwas abkühlen lassen, vorsichtig herunterheben.



Die sind leider nicht so puderzuckerig geworden, wie sie sollten. Ich ziehe in Erwägung, nochmal extra Puderzucker drüberzusieben... Auch wenn ich mir dann wie eine Betrügerin vorkomme, grins.
Aber lecker sind sie so oder so.


Das war mein zweiter Durchgang, evtl. folgt nochmal ein dritter. Ich hab' noch ein Rezept für Dattelmakronen in der Hinterhand, das sich super-lecker anhört. Und die Butterplätzchen sind auch schon wieder leer.

Hier noch unser aktueller "bunter Teller":







Sonntag, 23. November 2014

Weihnachtsbäckerei! {1}

Ich hab' dann mal angefangen, grins.

Plätzchenbacken und ich, das ist so ein Thema. Ich backe ja ohnehin erst das 3. Jahr, und das, wo ich schon seit 20 Jahren einen eigenen Haushalt habe, vorher hatte ich nie Lust dazu. (Und meine Mutter hat uns auch immer großzügig versorgt.)

Irgendwann Ende November bekomme ich dann Lust und MUSS sofort loslegen. Gestartet bin ich mit den üblichen Kinder-Plätzchen, Buttergebäck. Die Mädels haben ausgestochen, ich hab' (etwas atypisch) mit Kuvertüre und Streußelchen verziert.

Butter-Plätzchen:

500g Mehl
320g Butter
160g Zucker
2 Eier

Als erstes das Mehl in eine Schüssel geben. Eier und Zucker zugeben, Butter in Flöckchen darüber streuen und alles verkneten. Wenn der Teig klebt, noch ein bisschen Mehl dazu geben. Teig vor dem Ausstechen eine halbe Stunde bis Stunde im Kühlschrank lagern. Portionsweise ausrollen und ausstechen. 5 Minuten bei 160°C Umluft backen.



Weil noch Teig übrig war, nachdem die Mädels keine Lust mehr hatten, habe ich Spitzbuben aus dem Butterplätzchenteig gemacht. Mit Kirschkonfitüre und Orangenmarmelade zusammengeklebt.



Als nächstes habe ich ein neues Rezept getestet, Klosterkipferl. Ich habe gerollt, die kleine Tochter hat gebogen, der Mann hat eingestippt und Krokant draufgestreut.

Klosterkipferl:

250g Mehl
100g Haselnüsse (gerieben)
2 EL Kakaopulver
120g Puderzucker
1 Pkg Vanillezucker
1 Ei
1 Eigelb
150g Butter
1 Pck Kuvertüre (Milchschokolade)

evtl. Kokos oder Pistazien, Krokant o.ä.

Gesiebtes Mehl mit Nüssen, Kakao und Zucker vermischen. In die Mitte eine Vertiefung drücken, Eigelb mit Ei dazugeben, kalte Butter klein schneiden, drüberstreuen und alles zu einem glatten Mürbteig verarbeiten. Zur Kugel formen und 30 Minuten (gerne auch eine Stunde) in Folie gewickelt kalt stellen.

Dann den Teig zu Rollen von 2cm Durchmeser und 5cm Länge rollen, biegen, auf das Backpapier legen.
Backzeit bei 200 Grad, ca 10-15 Minuten (aufpassen, die Kipferl werden sehr schnell zu dunkel).

Danach Glasur schmelzen und die Enden der Kipferl hineintunken und bestreuen.







Schnell die nächsten beiden Teige im Kühlschrank geparkt. Die Engelsflügel und die Mohn-Plaumen-Plätzchen hab' ich alleine gemacht - welch himmlische Ruhe, hihi.

Pflaumen-Mohn-Plätzchen:

Die Zutaten für etwa 50 Plätzchen
100 g Mohnsamen
175 g Butter
100 g Zucker
1 Ei (Größe M)
1 Prise Salz
250 g Mehl
180g Pflaumenmus für die Füllung

Ich habe festgestellt, dass es teilweise gar nicht so leicht ist, Mohnsamen zu bekommen, deshalb gibt es auch eine Mohnbackvariante, die ich aus der Not improvisisert habe.


1 Pä Mohnback
100g Butter
1 Ei (Größe M)
1 Prise Salz
350g Mehl
180g Pflaumenmus für die Füllung

Die Zubereitung:
Mohn mahlen. Butter in kleine Würfel schneiden und zusammen mit Zucker, Ei und Salz verkneten, den Mohn zugeben. Das Mehl zügig unterkneten. Den Mürbeteig zu einer flachen Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde im Kühlschrank kalt stellen.

Backblech mit Backpapier auslegen. Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Teigkugel in mehrere Portionen teilen, z.B. vierteln. Die Teile, die später verarbeitet werden, wieder in den Kühlschrank legen. Arbeitsfläche bemehlen und den Teig etwa 4 mm dick ausrollen. Kekse ausstechen, von jedem Motiv eine gerade Zahl. Auf dem Backblech verteilen und aus der Hälfte der Plätzchen ein Loch ausstechen.

Im Backofen in der Mitte oder im unteren Drittel höchstens 10 Minuten backen. Nicht zu lange, die Plätzchen dürfen nur am Rand minimal bräunen. Danach auskühlen lassen. Die Plätzchen ohne Loch dünn mit Pflaumenmus bestreichen und die mit dem Loch leicht andrückend daraufsetzen.



Als Letztes gibt's noch Engelsflügel, ich hab' bissel variiert und die Hälfte mit Orangenmarmelade zusammengeklebt und den Puderzucker mit Mandarinensaft angerührt.

Engelsflügel:

230g     Weizenmehl
100g     gem. Mandeln
2 Eigelb
90g Puderzucker
130g Butter
2 Msp Zitronenschale
1 Vanillemark
70g Kirschgelee
5 EL    Puderzucker
1 EL    Kirschsaft

Mehl mit Mandeln, Eigelb, Puderzucker, Margarine, Zitronenschale und Vanillemark zu einem glatten Teig verkneten, einwickeln, eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Teig sehr dünn ausrollen, ca. 80 Engelsflügel ausstechen. 8-13 Minuten bei 180 Grad Umluft backen. Gelee erhitzen, Hälfte der Flügel bestreichen, andere Hälfte der Flügel draufsetzen.

Puderzucker und Kirschsaft verrühren, auf die Plätzchen streichen, trocknen lassen.



Und zum Schluss noch der bisherige "bunte Teller".