Donnerstag, 7. Januar 2016

Rums mit Irischem Curry

Wie schon beim letzten Jahreswechsel hat es sich auch in diesem Jahr so ergeben, dass die erste Socke des Paares 2015 fertig wurde, die nächste 2016 - das ist doch schon fast eine Tradition, das mach' ich jetzt immer so, grins. Übrigens bedeutet das jetzt auch, dass ich seit genau einem Jahr Socken stricke, 17 Paare für mich sind fertig geworden, zwei für die große Tochter (Neonfarben - ürgs...), ein Paar für die kleine Tochter (Flamingo-Mix, leider ist Sockenwolle aber nicht mit ihrer "zarten Haut" kompatibel, so dass da nichts mehr nachkommen wird) und ein Paar war ein Wichtelgeschenk, das ist leider vergessen haben zu fotografieren.


Manche meiner Socken haben Namen, manche nicht... Dieses Paar heißt "Irischer Curry" und das kam so: Die Wolle habe ich bei *Frau Dorfmuddie vom Buntfaden* gekauft, damals hieß sie noch "Leprechauns Gold" und war eben goldgelb auf wunderbarer Tweedwolle gefärbt. Beim stricken war ich aber mit zunehmender Sockenlänge immer mehr an die Farbe von meinem Lieblingsessen - Indisches Curry - erinnert, so dass der Namen sich quasi von selbst ergeben hat.


Da es sich um Tweed-Wolle handelt - ich liebe Tweed-Wolle am allermeisten - habe ich ein etwas traditionelleres Muster ausgesucht, es heißt "Große Rauten" und befindet sich im Buch "Omas Strickgeheimnisse". Völlig simpel, nur mit linken und rechten Maschen, stricke ich gerne zwischendurch.


So, dann verlinke ich mal zum *ersten RUMS des Jahres* und bin gespannt, wie viele für mich in diesem Jahr folgen werden. Im letzten Jahr habe ich übrigens 24 geschafft, 16 davon mit Socken - ich muss direkt mal schauen gehen, was die anderen so waren?!

Dienstag, 5. Januar 2016

Ein Kleid, ein Kleid... ! Oder: Leggins selber nähen?

Das kleine Töchterlein hatte wirklich wenige Kleider im Schrank, zwei-drei, die ihr überhaupt noch irgendwie gefallen und/oder gepasst haben und das ist bei einem kleinen Mädchen, das am liebsten Kleider trägt und darüber hinaus auch noch gerne rennt und klettert und dementsprechend öfter mal verschmuddelt ist, eher wenig bis sehr wenig.


Und da ich eh gerade so schön im "Flow" war, habe ich aus den schönen RetroRomantik-Herzen von Astrokatze, die ich schon über ein Jahr in meinem Kleiderschrank hüte und einem zufällig genau dazu passenden gepunkteten Coupon vom Stoffmarkt eine weitere Princess-Castle von Ottobre genäht.


Die Stickereien und Säume sind aus goldenem Garn und damit für die Tochter sicherlich das Highlight an diesem Kleid. Es handelt sich dabei um die wunderschöne *Manga-Girl-Serie* von Susalabim, deren Ornamente ich auch für meine Kissen, Taschen, etc. schön finde. Das Geld ist also sinnvoll investiert, grins.


Ich war sehr skeptisch, aber das "Manga-Girl" ist doch erstaunlich gut auf dem gemusterten Stoff zu sehen und mit Bommelborte und Rollsaum ist dem "Schnickeldi" auch mal wieder Genüge getan.

Das einzige, was mich wirklich annervt, sind die grauen Leggins zum Kleid. Bisher habe ich mich mit dem Thema Leggins selber nähen nie so beschäftigt, aber es ist wirklich schwierig, farblich mit gekauften mitzuhalten, wenn man ein bissel von pink, rosa, weiß und schwarz abweicht. Achso - grau geht auch noch...

Ich habe nun also vor einer Weile schon einen Schnitt gekauft, aber alles, was ich danach bisher genäht habe, war direkt für die Tonne. Oben gepasst, unten zu kurz. Dann also im nächsten Durchgang Beine verlängert, hätten aber auch noch breiter gehört, das Kind ist kolossal stecken geblieben... Jedenfalls bin ich jetzt total gefrustet.
Hat jemand vielleicht für mich eine Schnittmuster-Empfehlung für Mädchen-Leggins, Größe 128 aktuell, gerne zum mitwachsen, die man auch auf Sweat oder Fleece für den Winter anpassen kann? Ich wäre ewiglich dankbar!

Montag, 4. Januar 2016

Spitzen-Kleider

Das kleine Töchterlein ist ja bekanntermaßen sehr speziell und wählerisch mit ihren Klamöttchen also nähe ich schon seit Ewigkeiten nach strengem Farbdiktat. Neulich  - aus einer Rebellenlaune heraus - habe ich einfach ein Kleid realisiert, das schon eine Weile in meinem Kopf war und dachte mir, dass ich es dann eben anderweitig loswerde, wenn es ihr nicht gefallen sollte.


Als Schnitt musste mal wieder "Princess Castle" von Ottobre herhalten, das ist und bleibt einfach unser Renner, da kommt außer der Elodie nicht viel mit. (Ein Wickel-Drehkleid, DAS wäre das absolute non-plus-ultra.)


Als besonderen Effekt habe ich über den roten Rock noch eine Lage "uralte" Spitze genäht - momentan total hip, diese Spitzenröcke, -einsätze, -wasauchimmer, aber diese Spitze ist tatsächlich schon ca. 15 Jahre alt, ich hatte sie in kinderlosen Zeiten mal gekauft, um unserem Tanzmädelsgeschwader damals Armstulpen daraus zu nähen. EIn Projekt, das dann doch nie realisiert wurde und so lag die Spitze rum und rum und ist viermal umgezogen, bis sie nun endlich (fast vollständig) vernäht wurde.


Besonder praktisch ist die gewebte Abschlusskante - man drückt sich ja gerne ums umnähen, wenn es sich so derartig anbietet...


Tja und dann? Dann ist das Wunder geschehen und ein Kleid, das komplett ich "designed" habe, hat dem Töchterlein einfach nur gut gefallen. Sogar so gut, dass sie um "Nachschub" gebeten hat. Das habe ich mir nicht zweimal sagen lassen und gleich noch eins nach selbem Prinzip in anderer Farbkombi genäht. Lila-schwarz ist ein besonderer Favorit bei uns.


Da auch wieder die praktische Spitzenkante .


Beim Raffen der Spitze habe ich mir übrigens mal wieder eins abgebrochen... Raffen ist irgendwie nicht meine Spezialität. Beim ersten Kleid hab' ich einen Faden angenäht und den dann auf den Umfang zusammengezogen, wobei sich die Falten beim Annähen ans Oberteil dann aber wieder verteilt haben, wie sie gerade wollten.
Beim zweiten Kleid hab' ich den lila Jersey einfach so weeeeeeeeit gezogen, bis ich ihn ohne weitere Raffung an die Spitze nähen konnte, beide Lagen zusammengelockt und schließlich am Oberteil festgemacht. Das hat gut funktioniert, ist aber natürlich nicht die feine englische Art, grins.

Freitag, 1. Januar 2016

Immer noch Plätzchen...

Ein letztes Plätzchenrezept gibt es noch in dieser Saison.



Haferflocken-Walnuss-Häufchen

200 g Mehl
1 TL Backpulver
175 g Butter
100 g Zucker
1 Ei
1 Pck. Vanillinzucker
1 TL Zimt
150 g Haferflocken
75 g Walnüsse, gehackt
50 g Schokoladenraspel

Aus Mehl, Backpulver, Butter, Zucker, Vanillinzucker, Zimt und Ei einen Teig bereiten. Dann die Haferflocken, die Walnüsse und die Schokoraspel unterrühren.

Kleine Kügelchen aus dem Teig formen (oder mit einem Teelöffel Häufchen abnehmen) und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Im vorgeheizten Backofen bei 175°C ca. 12 Minuten backen.

Die Häufchen waren sehr, sehr lecker aber auch ziemlich hart. Wenn ich sie nochmal backe - im nächsten Jahr, grins - werde ich wohl etwas mehr Butter nehmen oder alternativ weniger Haferflocken, mal sehen. 


















Freitag, 4. Dezember 2015

Weihnachtsbäckerei, abschließend

So, ich bin fertig mit backen für dieses Jahr. Also, zumindest mit dem "Pflichtprogramm", was dieses Jahr aber auch fast durchgängig Spaß gemacht hat...

 

Jetzt backe ich nur noch, wenn es mich überkommt oder meine Familie zu sehr nörgelt, weil die eine oder andere Sorte schon wieder "weggefressen" ist. 
 
Zwei Rezeptabwandlungen wollte ich noch vorstellen, ich hab' nämlich mit dem "stinknormalen" Butterplätzchenteig experimentiert, dabei sind zwei ziemlich leckere Varianten entstanden.

Zu diesem *Grundteig* habe ich 100g gemahlene Haselnüsse hinzugefügt und ihn dann in zwei Hälften geteilt.

Aus der ersten Hälfte wurden

Schoko-Nuss-Taler

2 gehäufte EL Kakaopulver gründlich unter den Haselnussgrundteig kneten und für mindestens eine Stunde kaltstellen. Mit Keksstempeln in Form bringen, bei 180°C Umluft für ca. 12 Minuten backen.


Aus der zweiten Hälfe habe ich

Haselnusslebkuchen gemacht.

Zum Haselnussgrundteig habe ich einfach zwei Beutelchen *Weihnachts-Aroma* geknetet. Eigentlich hätte laut Mehlmenge ein Beutelchen reichen sollen, ich bin froh, dass ich beide genommen habe, damit ist es schön intensiv geworden. (Heißt dann aber auch für alle, die es nicht soooo intensiv lieben, besser nur einen Beutel zu nehmen.)

Teig wieder eine Stunde kalt stellen, ausstechen, mit verquirltem Ei bestreichen, dekorieren und bei 170°C ca. 12 Minuten backen.


Sehr lecker, auch wenn ich mir durchaus bewusst bin, dass das grobe Schummelei ist - einfach Fertigmischung dazu kippen, tses... 



Sonntag, 29. November 2015

1. Advent

Soooo, da ist er nun, der erste Advent und man kann nicht meckern, es ist winterlich kalt. Nachher werden wir nochmal raus gehen, auf den Weihnachtsmarkt und es und bis dahin bei Weihnachtsfilmen, Plätzchen backen und Wohnung dekorieren gemütlich machen.


Euch allen einen wunderschönen Tag und insgesamt eine besinnliche Vorweihnachtszeit!


Neue Plätzchen gibt es übrigens auch noch, und zwar

Schokokekse mit Orange

Zutaten:
250g Mehl
200g Butter
50g gemahlene Haselnüsse
2 EL Kakaopulver
100g Rohrzucker
1 Ei
1 Prise Salz
3-4 TL Orangenabrieb
1 Glas Orangenmarmelade
Puderzucker

Zubereitung:
Alles miteinander verkneten, in Folie wickeln, mindestens eine Stunde kalt stellen.
Den Teig 3-5 mm dick ausrollen, Oberteile mit Loch und Unterteile ausstechen, Bleche mit Backpapier auslegen, Plätzchen bei vorgeheiztem Backofen 180 Grad (Umluft) 8-10 Minuten backen.
Nach dem Abkühlen die Marmelade erwärmen und auf die Unterteile streichen. Oberteile draufsetzen und mit Puderzucker bestäuben.

Tipps:
- Der Teig klebt wie Hölle, er sollte also wirklich gut gekühlt werden  
- Statt Orangenabrieb kann man auch diesen abgepackten Abrieb nehmen
- eher kürzer backen als zu lang, die Plätzchen härten nach beim Abkühlen
- mit bitterer Orangenmarmelade schmeckt es noch "besonderer"


Die "aktuelle Etagere" sieht ein bissel langweilig aus, oben noch die Reste von den Orientalischen Weihnachtsgrüßen, unten die Schokokekse mit Orange. Die Marzipanplätzchen und die Butterkekse mit Frischkäse sind schon wieder von der Bildfläche verschwunden - muss ich nochmal nachbacken.


Donnerstag, 26. November 2015

Flanell, so schön winterlich...

Vor einer ganzen Weile habe ich einen *Leseknochen* für die Tochter eine lieben Bekannten genäht, der sollte schwarz und türkis werden.


Ich habe einiges an Stoff in meinen Vorräten gefunden, den Flanell für die "kuschelige Seite" aber neu gekauft, weil ich dieses Angebot damals einfach unglaublich schön fand.


Aus dem sehr, sehr großen "Rest" ist nun also ein "Princess-Castle"-Kleidchen aus einer ziemlich alten Ottobre geworden. Durch den Wickelausschnitt macht es nichts, dass Flanell undehnbar ist, das Kleid passt trotzdem perfekt über den Kopf, grins.


Dazu kombiniert habe ich schwarzen, dickeren Jersey, so dass das Kleid wirklich richtig winterlich-mollig wird.


Das rückwärtige Oberteil musste ich leider ein wenig stückeln, soooo großzügig war der Rest dann doch nicht. Najaaaa und die Karos laufen auch in die andere Richtung, aber da will ich mal nicht so sein.


Den Wickelausschnitt finde ich immer wieder wunderbar, man muss nämlich das blöde Jerseybündchen nicht im Ring annähen, was bei mir immer doof aussieht, sondern man hat einfach ein Ende an jeder Seite des "Wickels".


Das Karomuster hat mich (trotz der untypischen Farben) total an Schotten-Tartan erinnert, so dass ich unbedingt noch einen Scottish Terrier mit auf dem Kleid haben wollte. Ich find' ihn total knuffig, es gibt ihn bei *Taera* für kleines Geld.

 
Und für den unverzichtbaren Prinzessinnen-Chic gibt's noch eine Borte aus Spitze ans untere Ende.
 
So, und das hätte nun das neue Kleidchen meiner kleinen Tochter sein können - ihre Größe wäre es jedenfalls gewesen. Was soll ich sagen, sie findet den Hund süß, die Farbe blöd und die Karos absolut untragbar. Also kein Kleid für die Tochter.
 
Scheinbar auch kein Kleid für den Rest der Welt, denn weder im privaten Umfeld noch auf ebay mag das irgendwer haben. Ich stelle fest - mein Geschmack ist nicht welt-kompatibel... Mir gefällt's immer noch dolle gut und wenn ich sechs Jahre alt wäre, würd' ich's auch anziehen, gern sogar.
 
So wird's dann halt noch eine Weile bei mir rumliegen und dann irgendwann im Kinderkaufhaus landen, schnüff.